Pressemitteilung: Grüne fordern verlässliche Lösung

  • Veröffentlicht am: 30. März 2017 - 16:26
Sigrun Bilges

Die Gemeinde musste nach Auswertung der Anmeldungen für das kommende Kita-Jahr feststellen, dass insbesondere im Hortbereich Plätze fehlen - ein Ausbau der Kapazitäten ist jedoch bislang nicht vorgesehen. Mit einem Dringlichkeitsantrag wollen die Grünen die Verwaltung nun beauftragen, die Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern flächendeckend sicherzustellen.

Für eine langfristige Lösung soll die Gemeinde aufgefordert werden, die gemeindeweite Einführung von Ganztagsgrundschulen voranzubringen. Über die Form (offen, teilgebunden, gebunden, o.A.) soll standortspezifisch in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Verwaltung, Politik und Eltern entschieden werden.

„Die Gemeinde muss stärker für Ganztagsgrundschulen werben und umfassend über die Vorteile der verschiedenen Formen informieren", sagt Ratsmitglied Sigrun Bilges. „Wir sehen auch mit Blick auf unsere Nachbarkommunen, dass alle Beteiligten von einer verlässlichen und bedarfsgerechten Betreuungssituation profitieren. Wir setzen uns dafür ein, dass auch Frauen einer Vollerwerbstätigkeit nachgehen können und nicht zu Lasten von Erziehungszeiten ihre Rentenansprüche schmälern müssen." Auch für die Gemeinde würde die Umstellung neue finanzielle Möglichkeiten eröffnen, da sie nicht mehr für die Finanzierung der Hortplätze aufkommen müsste.

Bis zur Aufnahme des Ganztagsbetriebs soll die Verwaltung aufgefordert werden, Hortplätze für eine vollständige Bedarfsdeckung in ausreichender Zahl in allen Ortschaften sicherzustellen. Da dies in vielen Fällen auch ein räumliches Problem darstellt, soll für eine kurzfristige Lösung für jede Grundschule im Gemeindegebiet u.a. geprüft werden, ob das Landesjugendamt die Nutzung grundschuleigener Räume für eine Hortbetreuung in Einzelfallentscheidung genehmigt. Eine solche Nutzung ist laut Kitagesetz grundsätzlich nicht zulässig - bei einer Ausnahmegenehmigung können jedoch Räumlichkeiten, die nicht ausschließlich als Klassenraum dienen, also bspw. Aufenthalts- oder Bastelräume, auch durch den Hort genutzt werden.

„Die Rückmeldungen vieler Eltern zeigen, dass Lösungen dringend erforderlich sind. Wir müssen jetzt handeln, um nicht noch mehr Zeit ungenutzt verstreichen lassen", so Bilges weiter. Und: „Weitere konstruktive Vorschläge werden natürlich gerne entgegengenommen."