Runder Tisch zur Betreuung von Grundschulkindern

  • Veröffentlicht am: 15. April 2016 - 6:41
Fraktionsvorsitzende Christiane Müller-Koenig

 

Antrag in den Gemeinderat eingebracht

Mit einem Antrag hatte die Grüne Ratsfraktion im vergangenen Sommer die Verwaltung um eine Darstellung der Betreuungsmöglichkeiten für Kinder im Grundschulalter nach Schulschluss gebeten. Nachdem im Rahmen der Ratsklausur Anfang April verschiedene Möglichkeiten mit unterschiedlichen Folgen dargelegt wurden, soll das Thema nun weiter vorangetrieben werden.

 

 

 

Die Verwaltung soll mit dem jetzt eingebrachten Folgeantrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen damit beauftragt werden, einen Runden Tisch einzurichten, an dem Lehrer- und Elternvertreter aller Grundschulen in Isernhagen, je ein Vertreter der im Rat vertretenen Fraktionen sowie Vertreter des Fachamtes teilnehmen. Die Mitglieder des Runden Tisches sollen im Rahmen ihrer Arbeit Aufwand und Kosten des Ausbaus der Hortbetreuung, aber auch die verschiedenen Formen sowie die Voraussetzungen zur Einführung einer Ganztagsschule aufzeigen.

 

 

 

Entscheidend für den Erfolg der Maßnahme sind für die Grünen dabei zwei Dinge. Zum einen muss die Erarbeitung von Strukturvorschlägen unter Einbindung von Schulen und Eltern erfolgen. Zum anderen soll die Diskussion ergebnisoffen laufen, also ohne vorherige Festlegung auf eine bestimmte Betreuungsform wie Hort, gebundene oder offene Ganztagsschule.

 

 

 

Aus unserer Sicht ist das Thema zu wichtig, als dass wir nach einmaliger Befassung in der Ratsklausur wieder zur Tagesordnung übergehen könnten“, sagt Christiane Müller-Koenig. Denn dass grundsätzlicher Handlungsbedarf besteht, ist aus Sicht der Grünen unstrittig. Als nicht ausreichend hatten sie die Kinderbetreuung in der Gemeinde bereits vor der letzten Kommunalwahl 2011 bezeichnet und unter anderem ein garantiertes Betreuungsangebot für Kinder vom ersten bis zum zwölften Lebensjahr gefordert.

 

 

 

Dass das Problem trotz erkennbarer Anstrengungen der Gemeinde nicht kleiner geworden ist, haben auch die Rückmeldungen junger Eltern gegenüber den Isernhägener Grünen im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Zukunftsprogramm gezeigt. Derzeit sind es in der Regel die Mütter, die trotz hohen Bildungs- und Qualifikationsstandes beruflich zurückstehen müssen, um das unzureichende Betreuungsangebot aufzufangen.

 

 

 

Ziel ist es, mittelfristig zu einer interessengerechten Lösung für alle Beteiligten zu gelangen. Dieses setzt zunächst einen Austausch der Betroffenen und eine anschließende Interessenabwägung voraus. Und diese kann“, so Christiane Müller-Koenig weiter, „optimal durch einen Runden Tisch vorbereitet werden.

 

 

 

Vorrangiges familienpolitisches Ansinnen der Grünen ist es, eine langfristige und verlässliche Betreuungsstruktur für Isernhagen aufzubauen, die den Familien eine Planungssicherheit ermöglicht. Der hohe Zuzug junger Familien und ein erkennbar moderneres Familienbild in der Gesellschaft haben zu Wartelisten auch für Krippen- und Kindergartenplätze geführt und werden das Problem fehlender Hortbetreuung damit absehbar zusätzlich verschärfen. „Krippen- und Kindergartenkinder werden älter, auch in der Grundschule sollte eine Betreuung am Nachmittag gewährleistet sein“, hatte auch Carmen Merkel, selbst grünes Ratsmitglied und Vorsitzende des Ortsverbandes, bereits im Oktober festgestellt.