Nicht wieder die Zukunft verpassen!: Grüne vergeben Rechtsgutachten zur Klärschlammverbrennungsanlage in Lahe

  • Veröffentlicht am: 17. August 2020 - 14:00

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Wertvolle Stoffe "durch den Schornstein gejagt"

Die Isernhägener Grünen befassen sich wie der Umweltschutzverein seit dem Bekanntwerden der Pläne von Enercity eine neue Verbrennungsanlage an der Gemeindegrenze zu errichten, mit dem Projekt. Ein Meilenstein war der Auftritt des international bekannten Wissenschaftlers Prof. Dr. Michael Braungart im Isernhagener Rathaus zum Thema zur „Zukunft der Klärschlammverwertung“ im November 2017. Danach haben sie gemeinsam Kläranlagen und eine Pyrolyse-Anlage zu Klärschlammbehandlung mit Phosphat-Nutzung besichtigt.

Leider sind die Verantwortlichen der Stadt Hannover und des Bauherrn Enercity nicht auf unsere Vorschläge eingegangen dezentrale Alternativen zu untersuchen bzw umzusetzen. Jetzt wurde sogar

eine erste Errichtungsgenehmigung erteilt, die auf Antragswerten aus dem Jahr 2018 fußt.

In der Zwischenzeit hat die EU Richtlinien zur „best verfügbaren Technik“ (BVT) veröffentlich, die  strengere Grenzwerte für Verbrennungsanlagen vorschreibt. Seit einer Veranstaltung über Pflanzenkohle mit Frau Dr. Susanne Veser im Januar dieses Jahres Isernhagen NB besteht auch wieder Kontakt zum Umweltnetzwerk Hamburg. Aus dieser Quelle erfuhren wir nicht nur wieviel Verbrennungsanlagen für Klärschlamm allein in Norddeutschland geplant werden, sondern dass das Genehmigungsverfahren für die Anlage Stapelfeld gestoppt und auf Grund der EU-BVT-Richtlinien

mit schärferen Schadstoffgrenzwerten neu gestartet werden muss.

Grund genug für die Isernhägener Grünen durch ein Gutachten eines Fachanwaltes zu prüfen, ob durch  Rechtsmittel auch für die Isernhägener Bevölkerung geringere Schadstoffbelastung erreicht werden kann. Das Ergebnis ist ermutigend: Nun ist es am Umweltschutzverein und an der Gemeinde Isernhagen den Rechtsweg im Sinne der Isernhagener Bevölkerung und der Umwelt zu beschreiten!